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Berichte

Wir freuen uns immer über persönliche Berichte von Mitgliedern, die an Anlässen der Grauen Panther Bern teilgenommen haben oder über die Grauen Panther Bern allgemein interessierende Begebenheiten. Diese Rubrik haben wir dafür eingerichtet.
Bitte schreibt uns doch an
Sekretariat Graue Panther Bern, Schwarztorstr. 20, 3007 Bern,
oder sekretariat@grauepantherbern.ch.
Danke!


Die Kristalle vom Planggenstock, Donnerstag, 17. November 2011





Wunder – Schönheiten der Natur – die Planggenstockkristalle
Am Donnerstag, 17. November 2011, besuchten wir im Naturhistorischen Museum die wunderbare Ausstellung der Planggenstock Kristalle. Eine Führung brachte uns die Entwicklung der Kristalle, die mühsame Arbeit der beiden Strahler Franz von Arx und Paul von Känel näher. Wieviel Leidenschaft und Durchhaltevermögen gehörte dazu, in jahrelanger, mühsamer und nicht ungefährlicher Arbeit, die Steine aus der Höhle, den Hohlräumen zu bergen! Wie stolz aber auch demütig und überwältigt waren sie, diese glänzenden Kristalle langsam ans Tageslicht zu befördern. Neben den kleineren und den Riesenkristallen finden sich auch Fluorite, grüne, blaue und weitere Einzelstücke. Etwa 16 Mio Jahre, schätzt man, wuchsen diese Kostbarkeiten im Fels. Kristalle entstehen im Granitfels und bilden neben glatten Flächen auch solche mit Spitzen.
Nachdem die Schönheiten per Helikopter ins Tal gebracht und gesäubert wurden, kamen sie nun definitiv ins Naturhistorische Museum Bern, wo wir sie bestaunen und uns an ihnen erfreuen können.
Es war ein interessanter, lehrreicher Nachmittag – alle Teilnehmenden waren begeistert.
Susanne Rösli

Zu Fuss unterwegs, sicher bis ins hohe Alter, Do., 10. November 2011

Wir alle sind als Fussgänger unterwegs und kennen doch die Regeln! Wissen wir wirklich in jedem Fall, wie wir uns als ältere Semester im Strassenverkehr richtig verhalten? Herr Christian Thomas, Mitarbeiter des Fachverbandes „Fussverkehr Schweiz“ hat an der Informationsveranstaltung vom 10. November 2011 im Jardin über dieses Thema referiert.
Wir leben in einer sehr mobilen Gesellschaft in einer für ältere Menschen immer hektisch werdenden Zeit. Gerade als FussgängerIn ist man vor allem in Städten vielen Gefahren ausgesetzt. Anhand von Dias hat Herr Thomas in eindrücklicher Weise gefährliche Situationen darstellen können, die wir alle aus eigener Erfahrung kennen. In unterhaltender Weise wurden viele nützliche und einfach zu befolgende Tipps gegeben, wie wir uns durch unser Verhalten sicherer als Fussgänger bewegen können. So sind z.B. ein gutes Schuhwerk (Rutsch- und Stolpergefahr), eine klare Sicht (Brille!), eine angepasste Kleidung (dunkel gekleidete Fussgänger werden unter gewissen Umständen unsichtbar) und eine gute körperliche Verfassung wichtig für die eigene Sicherheit. Zur Auflockerung hat eine Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Gerontologie auf vergnügliche Art vorgeführt, wie man mit einfachen Mitteln (Gummiband, Tennisball) zu Hause Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zum Erhalt der Fitness beitragen kann.
Eine Umfrage brachte die Probleme zum Vorschein, die den Teilnehmenden unter den Nägeln brennen, so z.B. rücksichtsloses Verhalten der Velofahrer, ungünstige Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bei Trams, Bussen und Bahnen, Stolper- und Sturzgefahr bei zu vielen und ungleich hohen Trottoir- bzw. Perronrändern, verkehrstechnisch neuralgische Punkte für Fussgänger in der Stadt Bern.
Die rund 30 Anwesenden haben von dieser sinnvollen Veranstaltung viele nützliche Anregungen erhalten und werden sich zweifellos in verschiedenen Situationen inskünftig sicherer fühlen. Schade, dass die angesprochenen Personen nicht in grösserer Zahl erschienen sind. Aber, wie so oft, gilt auch hier: Les absents ont toujours tort!
Krystina und René Gerber

Teilnahme am Seniorenmarkt Thun


Erstmals waren die Grauen Panther Bern eingeladen, am 3. Seniorenmarkt in Thun teilzunehmen. Zur allgemeinen Beruhigung sei erwähnt, dass an diesem Markt weder Senioren verkauft noch gekauft werden!
Zum dritten Mal fand dieser Seniorenmarkt auf dem schönen Rathausplatz statt, an dem sich die verschiedensten Organisationen, die sich primär mit älteren Menschen befassen, präsentieren konnten. So auch wir. Erfreulicherweise sind sehr viele Besucher an unsern Stand gekommen und informierten sich, was wir so alles bieten und für unsere Mitglieder organisieren. Natürlich ist es nicht selbstverständlich, als Thuner oder Oberländer einem in Bern ansässigen Verein beizutreten; dennoch hoffen wir, dass wir durch unsern Stand und unser Engagement einige neue Mitglieder rekrutieren können. Wir heissen sie herzlich in unserer Mitte willkommen!
Madeleine Campana-Erard

Geigenbauschule Brienz, Montag, 30. Mai 2011







Am 30.  Mai, pünktlich um halb zwei Uhr fanden wir uns an der Oberdorfstr. 94 in Brienz bei der Schule ein. Der Schulleiter Herr Hösli empfing uns unter einem grossen schattigen Baum um uns gleich an einem Berg den Ort zu zeigen, wo das häufigste Geigenholz bezogen wird.
Kurz informierte er uns, dass die Schule l944 gegründet worden sei und die Lehre 4 Jahre dauere. Im Moment sind 10 Auszubildende da. Herr Hösli hatte die Gabe interessant und kurzweilig viel Wissenswertes vorzutragen und dadurch wurden wir auch angeregt Fragen zu stellen. Mit Erstaunen nahmen wir die Toleranz wahr, die den Lernenden hier angeboten wird im Wissen nämlich, dass man durch Fehler lernt. Denn die Aushöhlung des Holzes bedarf einer grossen Erfahrung.

Nach dem ersten Kontakt unter dem Baum gehts weiter ins Haus, das extra für diese Schule gebaut wurde. Übrigens wurde die Schule zuerst durch den Bund, resp. Kanton unterstützt und erst vor 15 Jahren wurde dieses Ausbildungszentrum fallen gelassen und drohte fast einzugehen. Seither ist es eine Privatschule, die aber von einer Stiftung mit Defizitgarantie gestützt wird.  Die Schüler müssen ca. 19 000.—Fr. pro Jahr bezahlen, d.h. 4 500.—Fr.  zahlen sie selbst, der Rest wird von Herkunftskanton übernommen und wenn nicht, wirds einfach für den Schüler teurer. In Vergleich hat Herr Hösli noch erwähnt, dass ein Gymnasiast ca. 30 000.-- pro Jahr kostet. Die Lehrlinge machen eine 2-tägige Aufnahmeprüfung, wo Gehör, Augen, Vorstellungsvermögen und handwerkliche Fähigkeiten geprüft werden und zudem  müssen sie natürlich schon Geige spielen können.
Der nächste Aufenthalt im Haus war im Estrich, im Holzlager, wo der Schulleiter erklärte, dass das meiste Holz (10 Jahre muss es lagern) von Fichten kommt, von gerade gewachsenen Bäumen, möglichst aus höheren Gebieten, weil die Bäume dort langsamer wachsen. Natürlich können die Schülerinnen und Schüler nicht einfach durch den Wald stürmen, um solche Exemplare zu finden, sondern sie sind auf Hinweise von Förstern angewiesen. Die Geige braucht für die grossen Teile Holz vom selben Baum. Die sogenannten Kuchenstücke werden aus einem Stamm geschnitten, verkleinert und dann in der Mitte zusammen geleimt.
Im Schulzimmer war dann unter Anderem von den Fibonacci-Zahlen die Rede, die mit dem Ton der Geige zu tun haben.
Zum Schluss wurden wir noch durch die Werkstatt geführt. Die Arbeitswoche beträgt hier 42 Stunden und 12 davon sind für die Theorie bestimmt, wobei auch hier nicht stur mit der Zeit umgegangen wird. Theoretisch könnte man sagen, dass die Herstellung eines Instruments ca. 6 Monate dauert.
Herr Hösli hat die Gabe, interessant und kurzweilig viel Wissenswertes vorzutragen und dadurch wurden auch angeregt Fragen gestellt. Wir hätten diesem Lehrer noch lange zuhören können, aber die Zeit drängte und reich beschenkt  mit neuem Wissen gings dann wieder heimwärts.
31.5.11 Verena Sägesser

Schulmuseum Bern in Köniz, Dienstag, 12. April 2011






Schule wie dazumal

Ein Schulzimmer wie früher mit Schulbänkli, in die sich unsere langen Beine nur mit einiger Mühe hineinzwängen konnten, Tintenfässli mit Tintenhüdeli, eigenartige Bleistiftspitzer… Es war wirklich „wie anno dazumal“.
Der gütige – aber doch strenge – Lehrer Kurt Hofer empfing uns in seinem Schulmuseum im Schloss Köniz. Wer erinnerte sich nicht an den Rohrstock, den er in der Hand hielt? Einige von uns hatten ihn leider in ihrer Schulzeit zu spüren bekommen – heute undenkbar. Herr Hofer illustrierte den Besuch mit viel Humor und mit Auszügen aus Wilhelm Busch’s Werken, denn es gab ja nicht nur Musterknaben, die es zu  bestrafen galt, und wie! Offensichtlich entwickelten aber auch Lehrer früherer Generationen einige „Phantasie“, was Strafmethoden für schlimme Schüler betraf: auf einen Schulesel sitzen, um von der ganzen Klasse ausgelacht zu werden, oder stundenlang auf einem spitzen Holzscheit knien müssen.
Wer von uns kann die ganz alte deutsche Schrift noch lesen? Wie wurde früher das ABC gelehrt? Wer kann noch mit einem Zählrahmen rechnen, multiplizieren oder dividieren? Und Kopfrechnen? Herr Hofer verstand es ausgezeichnet, uns in alte Zeiten zurückzuversetzen. Dabei wurden Erinnerungen wach und Längstvergessenes war plötzlich wieder präsent.
Seit vielen Jahrzehnten sammelt Herr Hofer Schulmaterialien aller Art und hat so eine eindrückliche Sammlung zusammengetragen. Im ersten Stock des Museums sind jeweils wechselnde Ausstellungen zu sehen; ab Herbst 2011 „Der Kindergarten zwischen Tradition und Fortschritt“. Nähere Angaben finden sich auch unter www.schulmuseumbern.ch. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Alle anwesenden Grauen Panther haben den Schul-Nachmittag genossen.
Madeleine Campana-Erard

 

Gehirntrainingskurs, November/Dezember 2010


Erlebtes Gedächtnistraining

Es braucht nicht viel Fantasie um zu verstehen, dass man sich für einen Gedächtnistrainingskurs anmeldet, denn schliesslich kennt jedes dieses scheussliche Gefühl bei einer Begrüssung, wenn man wohl das Gesicht kennt, aber den Namen nicht mehr weiss.
Bei den Grauen Panthern haben sich so viele angemeldet, dass der Kurs doppelt geführt werden musste. Danke Susy für deine gute Idee! So haben wir denn für fünf Kursstunden diese Tage in unserer Agenda frei gehalten. Die ruhige Art von Erika Schwab hat uns alle Ängste genommen – so wir solche hatten. Konzentriert (zwar nicht immer) haben wir uns ihr Angebot durchgearbeitet. Toll – jedes Mal hat sie auch der Thematik entsprechend die Tischdekoration mitgebracht. Wir bekamen auch Hausaufgaben, aber es gab gottlob keine Noten.
Und wenn dann einige Kursteilnehmer im Tram heimwärts fuhren, sollte es nicht überraschen, wenn plötzlich jemand rief: Günstling und eine andere antwortet gründlich. Konsterniert drein Blickende wussten ja nicht, dass wir nicht gestört sind, sondern einfach aufgeweckte Frauen mit einer langen Leitung, die sich erst nach dem Kurs erinnerten, dass sie noch mehr Worte mit „ün“ wussten. Der Gedächtnistrainingskurs müsste, wenn es nicht so religiös tönte, Erweckungskurs genannt werden, denn irgendwie wurden wir geweckt und wir erinnerten uns daran, was wir eigentlich alles noch können.
Danke allen, die mitgemacht haben, und ich hoffe, dass eines Tages noch eine Fortsetzung stattfindet.
Wir sind ja jetzt wach und bereit, noch mehr in uns zu finden
Verena Sägesser

 

Waldolympiade Gantrisch vom 10. September 2010




Auf der Bütschelegg fand zum vierten Mal die Wald­olympiade für Viertklässler statt. Die Grauen Panther waren wiederum eingeladen, als Hilfskräfte mitzumachen. Neugierig, was da wohl auf mich zukomme, meldete ich mich an und liess mich überraschen. Kurz vor neun Uhr war die Besammlung aller Mitwirkenden, und als erstes konnten wir – drei Frauen und ein Mann – auswählen, welche Aufgaben wir an welchen von den zehn verschiedenen Posten übernehmen wollten. Ich entschied mich für das Thema „Naturwissen und Naturverständnis“. Hier mussten die Kinder, die in Fünfer- oder Sechsergruppen antraten, mündlich und in Teamarbeit 17 Fragen beantworten, die ihnen vorgelesen wurden. Zum Beispiel: „Wer spaziert auf Samtpfoten durch den Wald und hat Pinsel­ohren?“. Oder: „Welche Bäume sind im Winter kahl?“. Oder: „Weshalb ist der Wald wichtig für die Menschen?“. In einigen Schulklassen wurde das Thema „Wald“ bereits behandelt, so dass einige Gruppen mehr Fragen richtig beantworten konnten als andere, was zu einem (für mich amüsanten) Wettlauf um Punkte führte.
In der Mittagspause konnten die Kinder mit ihren Lehrkräften und Begleitpersonen bräteln und nach Absolvieren der letzten Posten fand gegen 15 Uhr die profimässig organisierte Preisverleihung statt. Alle Schulklassen erhielten ein Diplom fürs Klassenzimmer, dazu Geschenke von verschiedenen Sponsoren, und dann wurden endlich, unter grossem Applaus, die Ränge 3, 2 und 1 bekannt gegeben und die Medaillen verteilt. Bei den Gewinnern wollte das Jubelgeschrei kein Ende nehmen! Natürlich wurde auch ein Erinnerungsfoto von jeder Klasse gemacht, und dann erst konnte die Olympiade offiziell als beendet erklärt werden. Es war schön, so viele glückliche, strahlende Kinder zu sehen!
Nachdem die Kinder im Auto ihrer Eltern sassen und heimfuhren, machten auch wir Freiwilligen uns mit sehr schönen Eindrücken auf den Heimweg.
Schon heute möchte ich Graue Panther aufrufen: Macht doch nächstes Jahr, am 9. September 2011, auch mit, unser Einsatz ist wirklich erwünscht und kann eine Bereicherung für unseren Alltag sein!
Doris Glarner

An der Mithilfe interessierte Personen können sich gerne mit Susy Balsiger-Peter in Verbindung setzen. Telefon 031 371 70 94 oder sbp@postmail.ch


Herbstreise ins Tessin, vom 26.-29. August 2010




In einem bequemem Dysli-Car fuhren über den Gotthard ins Tessin. Sonne und blauer Himmel waren unsere Begleiter. In Melide war Halt und wir spazierten durch die „Kleine Schweiz“ mit identisch nachgebauten Anlagen und Gebäuden. Gegen Abend trafen wir im Hotel „Sole“ in Brissago ein, wo wir bereits freundlich vom Hotelehepaar empfangen wurden. Ein Familienbetrieb, saubere Zimmer, gutes Essen und angenehme Atmosphäre.Am nächsten Morgen lockte uns die Sonne früh aus den Federn. Nach dem Frühstück ging es Richtung Lugano nach Montagnola, wo Hermann Hesse sein „Siddhartha“ und andere bekannte Werke schrieb.Doch damit verdiente er kein Geld, was so nötig war zum Überleben. Auf langen Wanderungen in der farbenprächtigen Umgebung entschied er sich zu malen. Er stellte die Bilder (1919) im Hof des Hauses in Montagnola aus und verkaufte sie für 7.-- bis 12.-- Fr. Er war ja allein, seine Frau in einer Klinik und seine 3 Söhne waren in verschiedenen Familien untergebracht. Im Hesse-Museum stehen seine Schreibmaschine, Utensilien wie Brille, Tintenfass mit Feder, Malfarben mit Pinseln und vieles mehr. Nach der interessanten Führung mit Einblick in Hesses Leben  brachte uns der Car nach Lugano. Am Ufer des Lago di Lugano entspannten wir uns und genossen die rundum herrliche Landschaft. Ausserdem hatten wir Zeit zum „Lädele“ und bei Vanini, dem bekannten Café, gab es interessante Leckerbissen!
Abends nach dem Nachtessen auf der Terrasse sassen wir noch zusammen und konnten über Erlebtes diskutieren und lachen, wichtig für die gute Moral!
Samstag war eine Schiffsreise angesagt und so bestiegen wir das Schiff, das uns ebenfalls bei Sonne, Wind und guter Laune zur „Isola Bella“ der Borromäischen Inseln brachte. An der Führung hörten wir die Geschichte des „Schlosses“, wo die oberen Stockwerke noch von der Familie Borromeo bewohnt werden. Villa und Park wurden von dieser Adelsfamilie aus Mailand im 18. Jahrhundert erbaut.
Der Abend verlief bei Apéro, Essen, guter Laune und kurzem Spaziergang.
Dann die Heimreise über den Nufenen- und den Grimselpass, wo wir auf der Passhöhe unser Mittagessen einnahmen. Die Reise führte uns an der Baustelle des ägyptischen Bauherren Sawiris vorbei und wir bewunderten die Furka-Dampfbahn. Entlang des Brienzer- und des Thunersees erreichten wir Bern.
Herzlichen Dank dem zuverlässigen Chauffeur, der uns heil und gesund zurück brachte und an Lotti Klima, die die Reise hervorragend organisiert hatte und uns so die Schönheiten des Tessins näher brachte. In der Hoffnung, eine ähnlich schöne Reise zu erleben, sagen wir „Auf Wiedersehen“!!    
Susanne Rösli

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Wanderung durch die attraktive Gorges de l'Areuse vom 28. Juli 2010

Unternehmungslustig und gutgelaunt reisen über 30 Wanderfreudige am sonnigen Mittwochmorgen Richtung Noiraigue, unserem Ausgangspunkt für die Wanderung entlang der Areuse. Nach dem obligaten Kaffee-Gipfeli-Halt gehen wir frohgemut und leichten Schrittes zur Entdeckung der attraktiven Schlucht. Überall dort, wo sich ein Juragewässer den Weg vom Faltenjura ins Mittelland gesucht hat, sind tief eingeschnittene Schluchten entstanden, was bei der Areuseschlucht nicht anders ist. Ein kühn angelegter Wanderpfad – zuweilen verbunden mit Treppensteigen – ermöglicht abwechslungsreiche Einblicke in dieses Naturspektakel. Wildes Getöse und weisse Gischt wechseln ab mit ruhig zwischen moos-bewachsenen Felsbrocken dahinfliessendem Nass. Glasklare, stille Wasserflächen mit einzigartigen Spiegelungen, gurgelnde Töne aus dunkler Tiefe und blanke Felswände sowie Moose und unzählige Grünpflanzen ringen um Aufmerksamkeit. Auch dem selten vorkommenden Apollofalter gefällts hier. Ein grosser Reiher zieht rauschend durch die Lüfte. Highlights sind die Wasserfälle beim „Saut de Brot“ mit der alten, an römische Zeiten erinnernden Steinbogenbrücke.
Wandern macht bekanntlich auch hungrig. Das einladende Hôtel de la Truite in Champ-du-Moulin hält seiner Reputation stand und alle rühmen das hervor-ragende Fischessen, welches durch einige heftige Regenschauer begleitet wird. Frisch gestärkt gilt es nun, die zweite Etappe in Angriff zu nehmen. Trotzdem der Regen aufgehört hat, ist der Boden ab jetzt rutschig und äusserste Vorsicht ist geboten. Auf dem etwa zweistündigen Streckenabschnitt werden die Uferverbauungen, industrielle Gebäude und Wasserfassungen mit den ent-
sprechenden Kraftwerken zusehends zahlreicher. Neben dem Gewinn von Elektrizität werden von hier aus die beiden nah gelegenen Städte Neuchâtel und La Chaux-de-Fonds mit einem Teil des benötigten Trinkwassers versorgt.





Um viele schöne Erfahrungen reicher geworden, gelangen wir heil, allerdings etwas feucht vom neu heraufziehenden Regen, nach Boudry. Danke, Hans, fürs umsichtige Organisieren. Auf den nächsten Wanderungen – mit geographischen und geistigen Höhenflügen – werden wir die Blicke wieder in die Ferne schweifen lassen können; wir freuen uns darauf.
Margrit Berger
            

Rundfahrt les Brenets - Saut du Doubs, 17. Juni 2010




Trotz wolkenverhangenem Himmel und trister Wetterprognosen - einmal mehr in diesem Früh-„sommer“ 2010 - fanden sich rund 30 frohgelaunte Reiselustige zu dieser Rundfahrt in den Neuenburger Jura ein. Und der Optimismus sollte belohnt werden! In einem bequemen Dysli-Car, gelenkt vom routinierten Fahrer Rolf Fehlmann, gings alsbald los auf Hauptstrassen Richtung Seeland, vorbei an schöne bestellten Gemüsefeldern über Kerzers nach Neuenburg und weiter hinauf auf die Vue des Alpes. Hier wurden wir mit Sonnenschein empfangen, allerdings blieb der Vorhang gegen die Alpen zu (also eher eine „Vue des nuages“) und wir mussten anstelle der Weitsicht unsere Fantasie zu Hilfe nehmen. Nach dem obligaten Kaffeehalt fuhren wir weiter auf der Hochebene mit den ausgedehnten Weiden und dem schönen Baumbestand über la Chaux-de-Fonds nach Le Locle und dann hinunter an den Doubs in Les Brenets. Der Fluss, oder vielmehr ein ruhig daliegender See, bildet hier die Grenze zu Frankreich. Auf einem „navire“ der Navigation Lac des Brenets durften wir eine beschauliche Fahrt auf diesem dunklen, grünen See (tiefste Stelle rund 50 m) bis zum Restaurant Saut du Doubs geniessen, vorbei an steilen Felswänden, überragt von einem hohen Waldbestand.
Nach dem gemeinsam eingenommenen Mittagessen gelangte man auf einem gut ausgebauten Wanderweg mühelos zur Aussichtskanzel über dem Saut. Das sich bietende Schauspiel ist einmalig: der Abfluss des zuvor ruhig daliegenden Gewässers verengt sich an dieser Stelle über einem schroff abfallenden Felsen, so dass die Wassermassen tosend hinunterstürzen und Gischtwolken produzieren. In der Tiefe windet sich der Fluss weiter durch eine dunkle Schlucht, umsäumt von Bäumen. Natur pur! Wir hatten glücklicherweise genügend Zeit, um die imposanten Eindrücke aufzunehmen.
Auf der Rückfahrt über la Brévine nach Fleurier hatten wir nochmals Gelegenheit, schöne Einzelhöfe und Weiler zu bewundern. Bevor wir nach Ste-Croix auf die Ebene des Neuenburgersees hinunterfuhren, wurden wir doch noch von einer von den Meteorologen herbeigebeteten sintflutartigen Gewitter-„Schütti“ beschenkt (glücklicherweise war der Car wasserdicht!). Nach Durchqueren der nachtschwarzen Finsternis öffnete sich der Blick hinunter auf Yverdon-les-Bains, wo wir auf dem Trockenen und mit einem verschämten Blinzeln der Sonne auf der Südseite des Sees die Heimreise antreten konnten. Mit vielen schönen Bildern im Kopf und nach anregenden Gesprächen mit Mitreisenden kehren wir wohlbehalten nach Bern zurück.
Danke Monique für diesen schönen Tag! Bis auf bald bei einem nächsten Ausflug.
René Gerber

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Der Besuch des Anker-Ateliers in Ins, 22. April 2010

Eine frohgelaunte GP-Gruppe wird vor dem schönen Anker-Bauernhaus durch Herrn Matthias Brefin, dem Ur-Ur-Enkel des grossen Malers, begrüsst. Mutig folgen wir Herrn B. über eine steile, hölzerne Aussentreppe nach oben zum Bereich der Strohbühne über den Gaden, wo sich das Atelier befindet. Eine knarrende Holztüre öffnet sich und dahinter erwartet uns eine Welt der wundersamsten Dinge. Ein Hauch der Vergangenheit weht uns an. Alles scheint ein wenig grau, verstaubt. Aber das ist ja auch erlaubt nach über100 Jahren. Durch ein grosses Fenster in der Dachschräge fällt Licht in den Raum, in sein Atelier, das vollgestopft ist mit einem Sammelsurium an Requisiten, Erinnerungsstücken, Büchern. Die Staffelei im Zentrum, über 20 verschiedene Stühle, vom Melkschemel bis zum Präsentationssessel. Wir können uns vorstellen, dass hier seine „Modelle“ sassen und die farbenfrohen Bilder entstanden, und nun dürfen wir darauf sitzen! Unser Auge streift ausgetrocknete Aquarellfarbkästen!? – aber Anker malte doch in Öl! Wir erfahren, dass Anker mit 70 Jahren einen Schlaganfall hatte und seine rechte Hand gelähmt blieb. Die Arbeit an der Staffelei wurde danach unmöglich, und er „bastelte“ für sich ein besonderes Pinselgestell, um Aquarelle zu malen, von denen bis zu seinem Tod zahlreiche entstanden. Unser Blick fällt auch auf die eher ausgefransten Pinsel, die da herumliegen. Herr B. möchte von uns wissen, mit welchem Pinsel Anker die Haare gemalt hat auf dem berühmten Bild, das wir alle kennen: „Mädchen, die Haare flechtend“. Eichhörnchen? Marder? Katzenhaar? Etc. Nein: Rehwimpern! Es gäbe noch vieles, das wir wissen möchten. Aber zum Schluss kommt dann noch eine Sensation! Wir stellen eine letzte Frage: Ein Paar Bluejeans liegen auf einem Sims, und wir meinen, diese Hosen hätten sich wohl verirrt ins Atelier? Mitnichten, strahlt Herr B., denn die „Ankers“ aus dem Seeland seien die Erfinder dieser Hosen und nicht die Amerikaner!!! Die Anker-Vorfahren, die nach Amerika auswanderten, trugen bereits Arbeitshosen – les salopettes – aus dem robusten Stoff „Serge de Nime(s)“ und diese waren blau, blau gefärbt mit Indigoblau. Der Indigo-Farbstoff, der per Schiff von Indien in Genua an Land kam: Le bleu de Gêne = Blue jeans. Später wurden dann die „Seeländer Salopettes“ kopiert und von Deutschen und Amerikanern vermarktet. Eine der bedeutendsten Bluejeans-Marken ist heute noch „DENIM“. Se non e vero …
Ganz herzlichen Dank, liebe Lotti Klima, für diesen interessanten Atelierbesuch!
Ruth Aegler

Erste Schneeschuhwanderung der Grauen Panther Bern, 17. Februar 2010

Kaffee und Gipfeli am Start in Les Prés d’Orvin laufen noch nach gewohntem Rhythmus ab. Dann folgt der mit Spannung erwartete Start zur ersten Schnee-schuhwanderung der Grauen Panther Bern. Einige der 17 Teilnehmenden stehen das allererste Mal auf Schneeschuhen. Auf einer sanft ansteigenden,  schönen Spur marschieren wir los in Richtung Met. de Prêles. Etwas breitbeiniger als gewohnt aber ohne grössere Probleme schreiten wir voran. Einziges Ärgernis bilden die wegen den besonderen Verhältnissen lästigen Nassschneeklumpen, die sich in der ersten Phase unter unseren Schuhen bilden und ständig abgeklopft werden müssen. Der von den Wetterfröschen angesagte Regen trifft zu unserer Freude nicht ein und bei zunehmender Dauer zeigt sich sogar die Sonne. Nach gut einer halben Stunde biegen wir rechts ab und zeichnen nun unsere Spur zwischen tief verschneiten Bäumen und Hecken Richtung Grat, den wir um die Mittagszeit erreichen. Es folgt eine kurze Gratwanderung und vor uns taucht die Cabane du Jura auf, wo wir auf einer bequemen Bank den Durst löschen und uns gedanklich auf den Abstieg vorbereiten. Dieser folgt denn auch schon bald. Die Kälte, die langsam in unsere Glieder steigt und der Gedanke an das versprochene Fondue in der Cabane La Bragarde drängen zum Aufbruch. Die ersten Schritte talwärts sind bei einigen noch etwas abtastend. Zusehends verfeinert sich aber die korrekte Schritttechnik, die uns Max vorsorglich erklärt hat, und wir steigen beherzter den Berg hinunter. Dass wir auch einige Badewannen im tiefen Schnee hinterlassen, gehört zum Abenteuer und sorgt für Heiterkeit. Diese steigert sich noch, wie wir schliesslich im Restaurant La Bragarde hinter dem dampfenden Fonduetopf sitzen. Die jurassische Käsemischung hat es in sich und auch der Bielerseewein tut das seine dazu. Eine rundum gelungene Wanderung.
Ganz herzlichen Dank an Max Mollet, der diese Wanderung umsichtig und gekonnt geleitet hat.
Hans Flück

                                                           

 

 



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