Sozialpreis der Stadt Bern 2011
Die Grauen Panther Bern
Träger des Sozialpreises der Stadt Bern 2011
Am Ende eines speziellen Jahres, in dem die Grauen Panther Bern im Oktober ihr 20jähriges Jubiläum feiern durften, wurde der Verein mit dem Sozialpreis der Stadt Bern 2011 ausgezeichnet. Einen Förderpreis erhielt der Rugby Club Bern. Der Preis wurde am UNO-Tag der Freiwilligen Arbeit anlässlich einer würdigen Feier, an der fast der gesamte Gemeinderat der Stadt Bern anwesend war, im grossen Saal des Kulturcasinos Bern übergeben. Hunderte von Freiwilligen verschiedenster Gruppierungen und Vereinen waren dazu eingeladen worden.
Wir danken der Stadt Bern und der Jury herzlich für diese Auszeichnung. Sie ist uns Ansporn, uns weiterhin mit unseren vielfältigen Anlässen für unsere Mitglieder und interessierte Personen einzusetzen und damit aktiv etwas gegen die Vereinsamung zu unternehmen. In den Dank schliessen wir auch alle Personen ein, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten aktiv im Verein engagiert waren; sie haben den Grundstein für diese Auszeichnung gelegt.
Nachfolgend die Laudatio von Frau Gemeinderätin Edith Olibeth, Direktorin des Amtes für Bildung, Soziales und Sport, die sie am 5. Dezember 2011 anlässlich der Übergabe des Preises gehalten hat:
Sehr geehrte Damen und Herren freiwillig Engagierte,
Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Bewerbungseingaben für den Sozialpreis,
Sehr geehrte Anwesende,
Ich freue mich sehr, Sie an der diesjährigen 16. Verleihung des Sozialpreises begrüssen zu dürfen. Dies am UNO-Tag der Freiwilligenarbeit und an diesem besonders festlichen Ort. Als Sozialdirektorin der Stadt Bern danke ich allen freiwillig Tätigen für ihr grosses Engagement! Es beeindruckt mich immer wieder, immer wieder von neuem, wie viel Grossartiges da ganz selbstverständlich, aber nicht selbstverständlich, von Jung und Alt geleistet wird.
Der Sozialpreis der Stadt Bern drückt symbolisch die Wertschätzung und den Respekt der Stadt Bern für die ehrenamtlichen und freiwilligen Leistungen aus. Ich freue mich sehr, dass es diesen Preis mit einem Preisgeld von Fr. 10‘000 gibt und dass ich die Ehre habe ihn heute verleihen zu dürfen.
Die Jury hatte dieses Jahr 20 Eingaben zu bewerten und die Auswahl fiel uns schwer und war wie immer sehr schwierig. Die Jury hat ihren Entscheid gefällt, aber er soll nicht im Sinne von Siegenden und Verlierenden stehen. Mit der Verleihung des Sozialpreises danken wir, dankt der Gemeinderat, stellvertretend auch allen anderen freiwillig oder ehrenamtlich Tätigen der Stadt Bern. Der Preis gilt auch allen, die heute nicht zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehören oder die heute nicht anwesend sind. Und das sind Tausende.
Bevor ich die Gewinnerinnen und Gewinner zu mir nach vorn bitte, möchte ich sie Ihnen näher vorstellen:
Sie sind gerade aus dem Teenageralter raus und haben sich vor rund zwei Jahrzehnten in Bern zusammengetan. Sie kommen auf weichen Pfoten daher und manchmal zeigen sie ihre Krallen. Sie sind sehr beweglich und haben eine grosse Sprungkraft. Beim Brüllen hören die Gemeinsamkeiten auf und sie sind auch keine Einzelgänger.
Ihr Ziel ist, der Vereinsamung und Ausgrenzung von älteren Menschen entgegenzuwirken. Mit Solidarität untereinander und mit dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" sind sie seit 20 Jahren erfolgreich unterwegs. Der Verein zählt heute ein halbes Tausend Mitglieder und sein Angebot ist breit gefächert. Sie sprechen die verschiedensten Altersgruppen an und pflegen das Zusammensein. Niemand soll isoliert oder einsam sein. Dafür setzen sie sich jahraus, jahrein ein. Da werden Anlässe verschiedenster Art organisiert, z.B. Wanderungen, Vorträge, Besichtigungen, Kurse und vieles mehr – für die Mitglieder und für Interessierte. Sie haben es sicher schon längst erraten, es handelt sich nicht um die Black Panther oder den Pink Panther. Nein, es handelt sich um die Grauen Panther Bern.
Ihr langjähriges, freiwilliges und ehrenamtliches Wirken hat viele Spuren hinterlassen und unzähligen älteren Menschen ein soziales Netz geboten. Die Grauen Panther beweisen damals wie heute Innovation und Kreativität; dies zeigt sich insbesondere in der breiten immer wieder überarbeiteten Angebotspalette. Die Grauen Panther sind heute nicht nur ein der Bevölkerung bekannter Begriff, nein die breite Bevölkerung weiss auch, dass sich die Grauen Panther für die Anliegen und Belange älterer Menschen einsetzen. Ich freue mich nun Herrn Charles Hirschi, Präsident der Grauen Panther, den Sozialpreis dotiert mit Fr. 7'000.00 zu überreichen.
Der diesjährige Sozialpreis steht ganz unter dem Motto generationenübergreifend, denn mit einem Anerkennungspreis von Fr. 3‘000 wurde das Projekt Rugby at School des Rugby Clubs Bern ausgezeichnet. Der Verein leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention. Ziel des Projektes ist es, die Teamfähigkeit und das Selbstwertgefühl junger Menschen zu stärken; es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der fünften bis achten Klassen und an ihre Lehrkräfte der Stadt Bern.



